Entdeckungsweg Oberstufe

Segel kl

Wenn du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten und Aufgaben zu vergeben, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem endlos weiten Meer.

 

1. „Entdeckungsweg" ist der Name für den ausserschulischen kirchlichen Religionsunterricht ab der Oberstufe in Entfelden. Dazu eingeladen sind alle interessierten Jugendlichen unserer Pfarrei. (Es ist damit gleichzeitig möglich, den für die „Firmung ab 18" geforderten Tatbeweis schon während der Schulzeit zu erbringen.)

2. Der „Entdeckungsweg" möchte dem Jugendlichen helfen, den Übergang von einem eher fremd bestimmten zu einem selbst bestimmten christlichen Leben zu schaffen. Von einem „Du solltest wieder mal in die Kirche gehen" zu einem „Ich gehe mal wieder in die Kirche", oder sogar „Ich bin mit anderen zusammen Kirche".

3. Der Jugendliche kann zusammen mit anderen den „guten Geist" Gottes in der Welt und im eigenen Leben suchen und ausprobieren: Miteinander in praktischem Tun das eigene Kirche-Sein entdecken und leben. Der Jugendliche nimmt neben obligatorischen Reliblöcken an selbst ausgewählten gemeinsamen Angeboten teil und kann auch (für den Tatbeweis in vorgegebenem Rahmen) dies in einem persönlichen Einsatz vollbrin-gen.

(Infos und Angebote auf kath-jugend.ch/entfelden).

 

4. Obligatorische Blöcke: Für die SchülerInnen des 6. bis 8. Schuljahres gibt es pro Schuljahr drei obligatorische Halbtage mit thematischen Impulsen, sogenannte „Reli-Blöcke". Diese finden in der Regel jeweils an einem Samstagmorgen während 3 Stunden (inklusive Pause) statt. Einer dieser Blöcke dient zur Vorbereitung einer Samstagabendgottesdienstfeier und beinhaltet auch die Teilnahme an dieser Feier. Die genauen Daten werden schon zu Beginn des Schuljahres angegeben. Wer nicht daran teilnehmen kann, ist gebeten, sich persönlich abzumelden und dafür an anderen gemeinsamen Wahlpflicht-Angeboten (möglichst in der gleichen Zeitphase) teilzunehmen. Die erste Passkontrolle im 6. Schuljahr ist eine Einführung in diesen Entdeckungsweg.

5. Für die SchülerInnen ab dem 9. Schuljahr gibt es drei Stammtische (18-21 Uhr) im Jugendraum der Pfarrei. Dort laufen auch die Informationen heiss.

6. Wahlpflichtangebote: Daneben können die Jugendlichen aus allen Angeboten der Pfarrei wählen. Regelmässige Angebote sind: Taizégebete für Jugendliche, von Jugendlichen mitgestaltete Pfarreigottesdienste, Mithilfe bei Begegnungskaffees, Mithilfe bei Pfarreianlässen, regionale kirchliche Angebote usw. Infos dazu findet man auf der Homepage (kath-jugend.ch/entfelden) oder auch kurzfristig in „Horizonte" unter Entfelden.

Dreh- und Mittelpunkt sollen die Taizégebete und das Zusammensein danach sein.

Freie Angebote ohne zählende Stunden: Im Pastoralraum gibt es auch freie Angebote, die aber nicht zu den Pflichtstunden hinzugezählt werden können: z.B. Schneetag, Jugendreise...Wer nur solche Angebote besucht, wäre zu einseitig. Im Zweifelsfall hilft oft das klärende Gespräch.

7. In Absprache und Zusammenarbeit mit dem Jugendseelsorger können auch eigene Projekte in der Pfarrei angepackt und durchgeführt werden. Der Jugendraum steht dafür zur Verfügung. Für musikalische Projekte stehen auch Gitarren-, Bassverstärker und Cajon (Rhythmusinstrument) zur Verfügung.

8. Der Entdeckungsweg ist kein Ersatz (sondern Ergänzung) für den schulischen Religionsunterricht (oft auch „Ethik und Religionen") genannt. Der interkonfessionelle schulische Religionsunterricht ist aber nach unserer Meinung eine einzigartige Chance zum lebenswichtigen Austausch mit Jugendlichen aus anderen Konfessionen und Religionen.

9. Die Eltern sollen dem Jugendlichen bei der Auswahl der Angebote helfen und ermutigen, auch Neues auszuprobieren. Denn nur von dem, was man erlebt hat, kann man auch sagen, ob es einem entspricht. Im Verlaufe der Oberstufe gibt es aber wohl auch „Tunnelphasen", in denen Glaube und Kirche scheinbar anderen Dingen Platz machen müssen. Der „Entdeckungsweg" soll dies ermöglichen.

10. Wir empfehlen, möglichst verschiedene Angebote auszuprobieren. Es braucht Mut, geht es doch darum, auch Neuland zu betreten! Es empfiehlt sich auch eine gesunde Mischung zwischen persönlichem Einsatz und gemeinsamen Angeboten. Man sagt, Kirche bestehe aus Einsatz für den Nächsten (Caritas), Gottesdienstfeier (Liturgie), Gemeinschaft (Koinonie) und Einstehen für das Wirken Gottes (Zeugnis).

11. Die gemachten Erfahrungen werden im Entdeckungspass aufgeschrieben, den der Jugendliche zu Beginn der Oberstufe gratis erhält. Er ist gut aufzubewahren. Bei Verlust, erhält man einen neuen Pass für Fr. 2.- im Pfarreisekretariat (zu den üblichen Öffnungszeiten). Die Teilnahme an den gemeinsamen Angeboten wird auch in einer Datenbank der Pfarrei festgehalten (auch im Internet einsehbar unter kath-jugend.ch/tatbeweis-liste.html).

12. Für den Entdeckungsweg sind wir auf auch auf die Mithilfe und Begleitung durch Eltern und andere Erwachsene angewiesen. Wenn Eltern Zeit und Lust haben, können auch sie einer kleinen Gruppe von Jugendlichen etwas zum Entdecken anbieten. Dazu sollen sie doch mit dem Jugendseelsorger Kontakt aufnehmen.

13. Wir hoffen auch auf das Mitdenken der Pfarreigruppierungen. Wir finden, dass ein solches angestrebtes Teilen von Erfahrungen zwischen jüngeren und älteren Menschen eine riesige Chance für eine Pfarrei sein könnte.

Der Entdeckungsweg als Weg in Richtung Firmung

14. Die Firmung ist für uns das Sakrament des persönlichen Einstiegs in einen gelebten erwachsenen Glauben. Was die Eltern in einer Vorwegnahme bei der Taufe des Kindes entschieden haben, soll der junge Erwachsene selber bestätigen können. Daher erfolgt bei uns die Firmvorbereitung frühestens mit 17 Jahren.

15. Für alle Pfarreien der Region Aarau gilt „Firmung ab 18" und eine etwa gleich lange Vorbereitungszeit. Das heisst: der Jugendliche kann frühestens in dem Kalenderjahr gefirmt werden, in dem er 18 Jahre alt wird.

16. Für die Firmung erwarten wir einen persönlichen Tatbeweis. Mit dem Einsatz von mindestens 50 Stunden (ohne die spezielle Firmvorbereitung) erachten wir es als nachgewiesen, dass es dem Jugendlichen mit dem Leben seines christlichen Glaubens wirklich ernst ist. Der Besuch der Reliblöcke und Wahlangebote während des Entdeckungswegs auf der Oberstufe wird dabei angerechnet. Natürlich hoffen wir, dass auf dem Entdeckungsweg Angebote und Einsätze entdeckt werden, die Jugendliche gerne über die geforderte Stundenzahl hinaus besuchen und/oder sogar mittragen. Der eigentliche Firmkurs dauert dann noch 35 Stunden und ist meist über dreiviertel Jahr verteilt.

17. Der regelmässige Besuch von Gottesdienstfeiern ist für uns eine selbstverständliche Angelegenheit, die nicht zu den Stunden gerechnet wird. Genauso eigenartig wäre es, wenn du nach dem Abräumen der gemeinsamen Mahlrzeit von Deiner Mutter eine Unterschrift möchtest. Wenn du allerdings speziell mithilfst in einer Gottesdienstfeier oder im Taizégebet, dann gehört das zum Entdeckungsweg Spezielle Reiseangebote können nur mit Absprache angerechnet werden.

18. Der persönliche Einsatz bei den Ministranten, in einem Jugend-, Kirchen- oder Gospelchor, in der Leitung der Jungschar oder in sonst einer kirchlich unterstützten Jugendgruppe wird nach Absprache für den Tatbeweis angerechnet (mit maximal 5 Stunden). Die für den Tatbeweis anzurechnende Stundenzahl der persönlichen Einsätze darf jedoch die der besuchten gemeinsamen Angebote in der Pfarrei nicht übersteigen. Es macht keinen Sinn, sich in einer Pfarrei firmen zu lassen, die man nicht kennenlernen oder mittragen will!

19. Bei Wegzug von Entfelden bestätigen wir für jeweils 15 Stunden Entdeckungsweg ein Jahr Oberstufenunterricht (= 20 Lektionen). Bei Zuzug nach Entfelden werden dementsprechend pro Jahr anderswo besuchten kirchlichen Oberstufenunterrichts 15 Stunden an den Tatbeweis angerechnet. Ebenso rechnen wir den Religi-onsunterricht der verschiedenen anderssprachigen Missionen an. Dies gilt auch für auswärtige Firmun-gen.

20. Schon früher gefirmte Jugendliche sind für den Entdeckungsweg erst recht eingeladen bzw. werden sogar erwartet: Es macht doch absolut keinen Sinn, mit der Firmung den eigenen Glaubensweg zu beenden.

Überarbeitete Version vom 24. Juni 12 / Jojo Murer

 Siehe auch: https://www.kath-jugend.ch/attachments/article/10/Entdeckungsweg_Jugendliche.pdf

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